Wir und die anderen

Autonomie und Fürsorge – verstehen sich Ärzt:Innen und Patienten?

 

Autonomie heißt Eigengesetzlichkeit, Selbstbestimmung. Für alle Menschen und daher auch für Patienten gilt sie heute als selbstverständlich. Alle können selbst über sich bestimmen; allerdings stehen dabei viele Fragen oft unbeantwortet im Raum: zum Beispiel, ob wir überhaupt in allen Situationen unseres Lebens wirklich autonom sind. Ferner geht es darum, ob wir unsere Entscheidungen auf der Grundlage einer klaren Einsicht in die Materie treffen können, was in der Medizin heisst, dass wir genügend aufgeklärt wurden und alles verstanden haben. …mehr lesen

Patientenrechte: Nichtwissen und Vergessenwerden?

Seit Jahrzehnten  ist  in der Medizinethik die Autonomie der Patienten ein Hauptthema. Geklärt ist, dass Patienten an allen medizinischen Entscheidungen selbst beteiligt werden müssen: es muss eine jedem gemäße Aufklärung vorgenommen werden, erst dann soll eine gemeinsamen Entscheidungsfindung über den zu gehenden Weg in Diagnostik und Therapie folgen. Patienten müssen jeder an ihnen vorzunehmenden Handlung zustimmen und, um das zu tun, müssen sie genau verstanden haben, worum es  geht. Zur Autonomie gehört aber auch, sich gegen Wissen zu entscheiden, Nichtwissen zu wollen. Auch Vergessenwerden nimmt einen immer höheren Stellwert ein. …mehr lesen

“SUIZIDKAPSEL” ‘SARCO’ – Autonomes Sterben?

Die Nachricht: im Kanton Schaffhausen in der Schweiz ist eine 64-jährige US-Amerikanerin in einer neuen Sterbekapsel gestorben. Man liest “hat sich vorsätzlich das Leben genommen”, und es gibt jetzt viele Fragen. Ist  das Sterben in der “Suizidkapsel” ‘Sarco’ assistierter Suizid mit nun perfektionierten neuen technischen Mitteln? Autonomes Sterben ohne störende Ärzte oder andere Mitmenschen? Die ultimative Freiheit? Oder eher eine ultimative Bankrotterklärung der Gesellschaft? …mehr lesen

Neujahrswunsch: Freiheit Solidarität ‘reloaded’

Zum erstenmal sind fast drei Monate seit dem letzten Beitrag vergangen. Eigentlich sollte sich der neue mit den Entwicklungen beim Thema ‘Triage’ beschäftigen, aber immer neue Meldungen, Gründe für Gedanken zu so vielen weiteren schwerwiegenden Themen, häuften sich. Offensichtlich sind die meisten Menschen überschwemmt und überfordert von alledem, was gleichzeitig auf uns einstürmt: ein nicht endenwollender grausamer Krieg – eine weiter bestehende Pandemie (oder Endemie, jedenfalls weiterhin bestehende Gefahr) –  die Klimakatastrophe, die immer weniger beherrschbar erscheint –  Hunger und Flucht, Hass und Terror –  zunehmende Ängste und auch hier bei uns viel zu viele finanzielle Nöte. Was denken, was tun? Ich habe mir Gedanken zu den beiden Begriffen gemacht, die in diesem Jahr nach meinem Eindruck am meisten missverstanden, fehlinterpretiert, sogar missbraucht wurden: Freiheit und Solidarität. Ich habe keine Lösungen, aber den Neujahrswunsch: Solidarität und Freiheit ‘reloaded’, neu gedacht.  …mehr lesen

Behinderung – Teilhabe – Partizipation

“Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”, so klar sagt das Artikel 3 des Grundgesetzes. Behinderung muss mit Teilhabe und Partizipation zusammen gedacht werden. Teilhabe, Inklusion, Partizipation sind mehr als schöne Schlagworte. Die Fragen sind:  wer ist eigentlich “behindert”? Was geht uns das alle an? Und wie gehen wir damit um?

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