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Verbessern oder steuern? Enhancement durch Technik

Ein „Cyborg“ ist ein mit Maschinen gekoppelter Mensch, der erweiterte (bis zu „übernatürliche“) Fähigkeiten besitzt, bekannt geworden durch Science Fiction. Die vielen Herzschrittmacherträger sind eigentlich schon Cyborgs, die Smartphone- und Datenbrillen – Benutzer allerdings nicht, da diese Geräte nicht in den Körper integriert sind.

Der Cyborg ist Mensch geblieben. Wie lange aber ist er Mensch? Die Grenze zum Roboter wäre da, wo der Technikteil überwiegt.

Selbstverständlich finden wir es gut, dass wir technisch z.B. optische Signale in akustische umsetzen und einem Patienten, der nur schwarz und weiß wahrnimmt, auf diese Weise Farbsehen ermöglichen können. Lässt man aber die medizinischen Themen weg, also die Fälle, wo es um Hilfe bei Defiziten geht, sind wir wieder beim Enhancement. Wäre es nicht schön, wenn wir unsere normalerweise beschränkten Fähigkeiten erweitern könnten?  Können wir das und was „bezahlen“ wir dafür? Um beim relativ einfachen Beispiel der Sinne zu bleiben: Sind wir noch „Mensch“, wenn wir so schnell laufen könnten wie ein Gepard, nachts so gut sehen wie eine Katze, ultraviolettes Licht wahrnehmen wie Bienen oder uns mit Ultraschall orientieren wie Fledermäuse?

Dass wir mit dem Smartphone in Sekunden mehr wissen, schneller reagieren und uns rascher wieder erinnern können, ist eigentlich schon nicht mehr „natürlich“. Trotzdem stellen wir davon nichts in Frage. Warum? Das Smartphone ist ja nur ein Mittel, nichts Anderes als das Buch, in dem ich früher nachschlug – oder? Jedenfalls befindet es sich außerhalb meines Körpers. Ich fühle mich sicher: hier ist mein Körper, da die Maschine.  …mehr lesen

Neue Herausgabe des menschlichen Erbgutes

Das Stichwort heißt Genome Editing. Mit Editing bezeichnet man sonst den Schnitt von Filmen oder auch eine Vorbereitung von Texten vor der Herausgabe. Der Begriff ist treffend: das Erbgut neu herausgeben!

Genetische Eingriffe an sich sind nichts Neues mehr. Man verändert Pflanzen, damit sie besser an bestimmte klimatische Bedingungen angepasst sind oder widerstandskräftiger gegenüber Erkrankungen werden. Was ist also das Neue?

  • Die Technik (Crispr/Cas9) ist nicht mehr so kompliziert wie bisher benutzte Methoden. Man kann sie leichter lernen und verhältnismäßig einfacher benutzen.
  • Erstmals sind Eingriffe durchgeführt worden, wo es um die menschliche Keimbahn geht. Das heißt, dass  der erreichte Zustand an folgende Generationen weitervererbt wird.

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