Inhalte: Bewusstsein

Verbessern oder steuern? Enhancement durch Technik

Ein „Cyborg“ ist ein mit Maschinen gekoppelter Mensch, der erweiterte (bis zu „übernatürliche“) Fähigkeiten besitzt, bekannt geworden durch Science Fiction. Die vielen Herzschrittmacherträger sind eigentlich schon Cyborgs, die Smartphone- und Datenbrillen – Benutzer allerdings nicht, da diese Geräte nicht in den Körper integriert sind.

Der Cyborg ist Mensch geblieben. Wie lange aber ist er Mensch? Die Grenze zum Roboter wäre da, wo der Technikteil überwiegt.

Selbstverständlich finden wir es gut, dass wir technisch z.B. optische Signale in akustische umsetzen und einem Patienten, der nur schwarz und weiß wahrnimmt, auf diese Weise Farbsehen ermöglichen können. Lässt man aber die medizinischen Themen weg, also die Fälle, wo es um Hilfe bei Defiziten geht, sind wir wieder beim Enhancement. Wäre es nicht schön, wenn wir unsere normalerweise beschränkten Fähigkeiten erweitern könnten?  Können wir das und was „bezahlen“ wir dafür? Um beim relativ einfachen Beispiel der Sinne zu bleiben: Sind wir noch „Mensch“, wenn wir so schnell laufen könnten wie ein Gepard, nachts so gut sehen wie eine Katze, ultraviolettes Licht wahrnehmen wie Bienen oder uns mit Ultraschall orientieren wie Fledermäuse?

Dass wir mit dem Smartphone in Sekunden mehr wissen, schneller reagieren und uns rascher wieder erinnern können, ist eigentlich schon nicht mehr „natürlich“. Trotzdem stellen wir davon nichts in Frage. Warum? Das Smartphone ist ja nur ein Mittel, nichts Anderes als das Buch, in dem ich früher nachschlug – oder? Jedenfalls befindet es sich außerhalb meines Körpers. Ich fühle mich sicher: hier ist mein Körper, da die Maschine.  …mehr lesen

Ist der „Hirntod“ unser Tod?

Die Nachricht: Wissenschaftler aus Yale haben Schweinegehirne 36 Stunden außerhalb des Körpers am Leben gehalten. Die Gehirne wurden erst etwa 4 Stunden nach der Schlachtung  an einen künstlichen Kreislauf angeschlossen. Die Gehirnzellen seien dabei „lebendig“ gewesen. Allerdings habe man keine Hirnströme ableiten können – lebendige Hirnzellen ohne Funktion also?  Soweit die  am 25.4.  dem  „MIT Technology Review“ entnommene Information. Genaueres ist nicht bekannt, der Forschungsbericht liegt noch nicht vor. Immerhin reichen diese wenigen Daten, um sich viele Gedanken zu machen: wäre das auch beim Menschen technisch möglich?  ( Wahrscheinlich).  Könnte man mit besser entwickelter Technik  Gehirne unbegrenzt am Leben erhalten? (Vielleicht). Und vor allem, denn im Gehirn verorten wir ja unsere Identität und Persönlichkeit: Würde ein solches isoliert lebendes Gehirn Bewusstsein haben, sich selbst erkennen, Gedächtnis besitzen, letztlich eine „Person“ sein? Würde mein isoliertes Gehirn ICH sein? (Unbekannt). Eine Frage aber sollte schon jetzt bedacht und möglichst bald beantwortet werden: brauchen  wir dann nicht eine neue Todesdefinition?

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Grenzgebiete?

Wann sind Sie zum letzten Mal „an Ihre Grenzen gekommen“? Wie ging es Ihnen in diesem Moment? Und was haben Sie da unternommen?

Folgt man dem „Duden“ so sind Grenzen Trennungslinien zwischen vorhandenen Gebieten, aber auch gedachten Bereichen, darüber hinaus „Begrenzung, Abschlusslinie, Schranke“.

Mit den vorhandenen Gebieten sind z. B. Länder gemeint, die durch politische Grenzen getrennt sind, aber auch Landschaften mit natürlicher Trennlinie, wie durch Meer, Gebirgszug oder Strom. Klare Grenzen in jedem Fall. Ein Grenzgebiet wäre dann einfach das unmittelbar an die Grenze anschließende Gebiet.

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