Inhalte: Genome Editing

Mensch oder Tier? Beides?

Visionäre Welt in  Bildern! Im Flur meiner Wohnung hängen zwei Drucke aus den Collagen von Max Ernst. Vogelköpfe sind da auf Menschenkörper montiert, so entstanden Fantasiewesen. Nicht zum ersten Mal in der Geschichte, man denke an Sphinx und Kentauren, aber im Surrealismus mit dem erklärten Ziel, unbewusste Triebe des Menschen darzustellen.

Schon vor etwa einem Jahrhundert schuf das Genie Max Ernst visionäre Bildwelten mit seiner neuen Collagetechnik. Die Technik selbst ist ein intellektuelles Verfahren; es geht nicht hervor aus einem spontanen Geniestreich, sondern wird gezielt eingesetzt: Bildmaterial wird transformiert, um eine Mehrdeutigkeit zu erzeugen, den Betrachter eher zum Nachdenken anzuregen als zur Bewunderung.

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Neue Herausgabe des menschlichen Erbgutes

Das Stichwort heißt Genome Editing. Mit Editing bezeichnet man sonst den Schnitt von Filmen oder auch eine Vorbereitung von Texten vor der Herausgabe. Der Begriff ist treffend: das Erbgut neu herausgeben!

Genetische Eingriffe an sich sind nichts Neues mehr. Man verändert Pflanzen, damit sie besser an bestimmte klimatische Bedingungen angepasst sind oder widerstandskräftiger gegenüber Erkrankungen werden. Was ist also das Neue?

  • Die Technik (Crispr/Cas9) ist nicht mehr so kompliziert wie bisher benutzte Methoden. Man kann sie leichter lernen und verhältnismäßig einfacher benutzen.
  • Erstmals sind Eingriffe durchgeführt worden, wo es um die menschliche Keimbahn geht. Das heißt, dass  der erreichte Zustand an folgende Generationen weitervererbt wird.

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